Ja, was für ein Tag. Endlich die Arbeit der Wanderschäfer kennen lernen, solange es noch welche gibt...
Dafür haben wir den 1. Agility-Start vom Terror Terrier verschoben und gehen nun bei unserem Turnier (Heimvorteil ???) erstmals an den Start.
Wir eigentlich nur Frau Chen waren etwas "hütevorbereitet", man hat die Bücher ja schon ewig....kann man ja auch mal drin lesen
Buch Nr. 1 und Buch Nr. 2 , SV Hüteordnung (weils da gut beschieben ist). bei einem Bundesleistungshüten der AAH waren wir schon mal zuschauen und begeistert wie 380 Schafe von den 2 Hunden gearbeitet wurden.
Vom Hüte-Seminar gibt es Fotos, nicht viele :-( und die von Ombelle müssen wir erst organisieren
und ein paar Videos, die noch bearbeitet werden müssen.
Los gings gegen 7 Uhr in Richtung Altlandsberg . Geladen hatten zwei Schäfer der Arbeitsgemeinschaft Altdeutsche Hütehunde AAH der Landesgruppe Berlin Brandenburg. Und es war doch mehr eine private Initiative , danke an Schäfer Knut Kucznik und Linda Scholz .
Ziel dieser Initiative ist es, die Arbeit der (Wander)Schäfer privaten Haltern von Hütehunden näher zu bringen und, wenn gewünscht, die Hunde soweit auszubilden, das die Aufgaben der Hüteordnung an der Schafen bewältigt werden können.
Auf gut vorbereiteten Gelände fanden sich Samstag morgen um 9 Uhr 12 "Altdeutsche" , ein deutscher Schäferhund und ein Briard wir :-) zusammen.
Eine Wiese mit frisch gepflügten Furchen, welche enges und weites Gehüt erkennen ließen, Austragungsort der jährlich stattfindenen Landesleistungshüten in Altlandsberg an der Erlengrundhalle .
Alles war vorbereitet, ausreichend Schatten für Mensch und Hund, Essen, Getränke, Wasser, Toilette ( schließlich war man ja ganztags auf der Wiese).
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde
a) der Menschen (ein Schäferlehrling, mehrere private Schafhalter, Ökolandbauern, 4 Schäfer, Thüringen, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin, Meck-Pomm, Sachsen )
und
b) der Hunde ( 5,5 Monate bis 11 Jahre)
hauptsächlich Junghunde des Schlages Harzer Füchse, ein Tiger und ein DSH mit an der Schafherde arbeitenden Eltern , zwei Gelbbackenwurde die Bindung von Hund zu Mensch getestet.
Also, Hund von neutraler Person festgehalten, Mensch geht weg( ca. 40 m) in Menschengruppe und durfte einmal ! den Hund rufen.
Alle liefen unverzüglich und schnell in die Gruppe zu ihrem Menschen.
Danach fand man sich wieder im Schatten zusammen, bis auf eine Harzer Fuchshündin und einen Gelbbrackenrüden waren alle Hund frei und lagen bei ihren Menschen. Den ganzen Tag .
Nun erklärte
Merksatz:
Meine Hunde sind mir so wichtig , wie meine Arme und Beine. Ich liebe sie und so behandle ich sie auch.
Meine Hunde arbeiten für mich.
Die Bindung muss stimmen, sie werden ausgebildet (Furche laufen , stoppen,Griff ...) und erst dann gehen sie an die Schafe.
Wanderschäfer
Begegnung im Straßenverkehr, über schmale Brücken hin zu genehmigten Weideland. Teilweise werden Schafherden dann auch eingekoppelt und erhalten notwendigerweise auch zunehmend "Gesellschaft" von Herdenschutzhunden.
Ja, auch als Schutz vor Wölfen, aber vorrangig als Schutz vor Menschen, die sich an Schafen und/oder Koppelausrüstung bedienen wollen :-( .
Die Begrenzung der Schafherde in der Bewegung wird durch den Hütehund durch das Laufen auf einer (Grenz)linie, der sogenannten "Furche" bewerkstelligt.
Nur damit erfolgt die Abgrenzung der Herde vor Gefahren.
Die Hunde treiben die Schafe aus oder in die Koppel,
bringen die Herde eng zusammen um eine Fläche effektiv abzuweiden (enges Gehüt, von oben sind nur Schafe keine Weidefläche sichtbar)
oder verteilen sie weiträumig (weites Gehüt, Schafe sind verteilt wie Sterne am Himmel).
Also gings für alle Teilnehmer zunächst in die Furche, nee nur die Hunde an der Schleppleine :-) .
Die
"Furche" oder "rein" waren die bevorzugten Kommandos, verließ der Hund die Furche, wurde er sofort zurückgeschickt und in der Furche immer wieder ausgiebig gelobt mit Stimme und Streicheln.
und hier endlich Fotos :-)
der Schäfer Knut Kucznik
seine Hunde
"Furche" laufen wird erklärt, Martina mit Alrich
Katrin mit ihrem Gelbbackenrüden
Schäfer Knut erklärt unermüdlich die Grundlagen
zwei "Lehrlinge"
der eine kaum zu sehen in der Furche
Lob ist wichtig
Pause verdient
Fortsetzung folgt :-)






1 Kommentar:
Wir freuen und schon auf die Fotos, von Euch als Team und schauen jeden Tag hier vorbei :o).
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